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Was ist Lachen

Lachen ist eine natürliche Reaktion auf eine lustige Situation und kann nicht einfach so unterdrückt werden. Es kann aber durch Selbstkontrolle zurückgehalten werden. Lachen entsteht auch in weniger heiteren Momenten, zum Beispiel bei einem Streit, während ernsthafter Diskussionen oder bei grosser Trauer. Denn Lachen hilft, in einer angespannten Situation den innerlichen Druck zu entladen. Die Muskeln entspannen sich, kontrolliertes Verhalten wird unterbrochen und die Entwicklung neuer Lösungsansätze werden gefördert. Es gibt selten einen Grund Lachen zu unterdrücken und wer lacht, fühlt sich einfach besser.


Ist Lachen gesund

Lachen ist zwar gesund, aber die wenigsten Lachen deswegen. In Wirklichkeit lacht keiner um der Gesundheit, sondern alle um der Lust willen. Lachen aktiviert nicht nur unsere Selbstheilungskräfte, sondern entspannt uns auch. Ob in lustigen, traurigen oder angespannten Situationen — Lachen ist eine Kur für den Körper, verspannte Muskeln lockern sich. Glückshormone werden ausgeschüttet und unser Körper wird mit Sauerstoff geflutet.


Ist Lachen ansteckend

Untersuchungen ergaben, dass Spiegelneuronen dafür verantwortlich sind, das Lachen ansteckend ist. Diese Nervenzellen lösen das gleiche Verhalten aus, dass wir im Augenblick zuvor bei einem anderen Menschen beobachtet haben. Das heisst, wir sehen jemanden Lachen und unsere Nervenzellen reagieren, als lachten wir selbst. Die Spiegelung des Gegenübers funktioniert übrigens auch bei anderen Körperregungen wie dem ansteckenden Gähnen.


Macht Lachen sexy?

Sinn für Humor: Damit beschreiben sich in Anzeigen und auf Datingseiten sowohl Männer wie Frauen häufiger als mit Angaben zu Intelligenz. Bildung, Beruf oder Sexualtrieb. Lächeln hilft dir auch, befördert zu werden: Ein Lächeln lässt eine Person attraktiver, kontaktfreudiger und selbstbewusster erscheinen und Menschen, welche lächeln, erhalten eher eine Beförderung. Im Lachen verbirgt sich ein Wundermittel.


Ist Lachen verbindend?

Lächeln ist ein universelles Zeichen des Glücks. Während Händeschütteln, Umarmungen oder Verbeugungen in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen haben, ist ein Lächeln auf der ganzen Welt und in allen Kulturen als ein Zeichen von Glück und Akzeptanz bekannt. Lachen ist aber auch psychologisch sehr wichtig, je nachdem in welcher Situation man das Lachen anwendet: Gemeinsames Lachen nach einem Sieg ist ein wichtiges Signal der Verbundenheit, fröhliches Begrüssungslachen öffnet Türen, verlegenes Lachen lässt Fehler oder Unsicherheiten weniger schwer wiegen, entschuldigendes Lachen hilft, Missstimmungen aus der Welt zu schaffen.


Hilft Lachen gegen Stress

Beim Lachen werden die Stresshormone im Blut (Adrenalin und Kortisol) reduziert. Glückshormone (Endorphine) werden ausgeschüttet.

Entspannung setzt ein. Durch die schnelle Atmung beim Lachen transportiert die Lunge drei - bis viermal so viel Sauerstoff wie normal.

20 Sekunden Lachen entspricht etwa der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern. Ein herzhafter Lachanfall kann kurzzeitig ähnliche Empfindungen auslösen wie Kokain. US-Wissenschaftler konnten nachweisen. dass Lachen die gleichen Hirnregionen anregt.


Ist Lachen wissenschaftlich untersucht?

Die Gelotologie (vom altgriechisch gélos, deutsch, Lachen) ist die Wissenschaft, die sich mit den physischen und psychischen

Auswirkungen des Lachens beschäftigt. Gelotologische Studien konnten zeigen, dass die Beschwerden bei Schmerzpatienten nach

nur wenigen Minuten Lachen für mehrere Stunden nachliessen. Diese und viele andere positive Forschungsergebnisse haben zur

Einrichtung der Clown-Doktoren geführt. Ausser in der Schmerztherapie erhofft man sich auch in der Psychiatrie und

Psychologie bessere Erfolge durch den gezielten Einsatz von Humor und Lachen.


Lachen Kinder häufiger?

Lachen kann scheinbar wieder verlernt werden. Erwachsene, die nun mal schon länger mit dem Ernst des Lebens zu tun hatten, lachen

durchschnittlich nur gerade 15 Mal am Tag. Die Kleinen sind da ein Vorbild an Freundlichkeit sie schaffen es in der gleichen Zeit mühelos

auf 300-Mal. Babys beginnen bereits im Schlaf zu lächeln, sobald sie geboren sind. Ärzte glauben. dass echtes Lächeln auftritt, wenn die

Babys wach und im Alter von 4 bis 6 Wochen sind. Dieses Lachen wird als soziales Lächeln bezeichnet und ermöglicht Babys nonverbal mit anderen Menschen zu interagieren und aktiv Beziehung und Bindung aufzubauen.


Gibt es verschiedene Lachen?

Einige Untersuchungen sprechen von nur einem vollkommenen Lachen - dem Grundlachen. Alle anderen Lacher sollen davon

abgeschwächte Formen sein. Forscher der University of California, San Francisco, identifizierten 19 Arten des Lächelns und unterschieden sie in zwei Kategorien: das höfliche ..soziale" Lächeln, das weniger Muskeln benutzt und das aufrichtige gefühlte Lächeln, das mehr Muskeln in beiden Gesichtshälften nutzt.


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