Positive Fantasie

Kann eine positive Fantasie (bildhafte Vorstellung, Emotionalität etc.) im Körper Materie bewegen? Mit modernen Methoden der Gehirnforschung ist es in den letzten Jahren möglich geworden, viele innere Vorgänge auf zellulärer Ebene sichtbar zu machen. Vor nicht allzu langer Zeit war beispielsweise noch die Meinung vorherrschend, dass Nervenzellen nicht wachsen können und das Gehirn ein statisches Organ ist. Dem ist definitiv nicht so. Und was hat das mit der Gemütslage, ob ich mich gut oder eben nicht gut fühle zu tun? Neuronale Verbindungen funktionieren offenbar wie ein Muskel, der ohne Beanspruchung abgebaut und mit intensivem Training stärker wird. Durch die kontinuierliche Interaktion mit Umweltbedingungen kommt es zu einer strukturellen Verankerung als positiv oder negativ empfundener Erfahrungen, die im „emotionalen Gedächtnis“ abgelegt werden. Diese wissenschaftliche Erkenntnisse macht sichtbar, dass es durchaus Sinn macht, sich immer wieder mit positiven Vorgängen (wie auch Lachen), geistigen Fantasien und Vorstellungen zubeschäftigen.